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Viele Spiele versuchen in der heutigen Zeit etwas zu entschleunigen, so auch Outbound von dem Indie Studio Square Glade Games. Bereits 2023 hatten sie mit Above Snakes ihren ersten Auftakt, doch in Outbound ist alle noch einmal ganz anders. Ich hatte jetzt die Gelegenheit, ein paar Stunden reinzuspielen und kratze damit nur an der Oberfläche der Möglichkeiten.

Story

Die Geschichte hinter Outbound ist schnell erzählt. Hatten wir nicht schon alle einmal das Gefühl, immer wieder genau den gleichen Weg zu gehen, besonders heutzutage? Wir setzen uns einfach in unseren kleinen Camper und verlassen die hektische Stadt, für immer, betrachten noch, wie sie in unserem Rückspiegel immer kleiner wird und wenden uns den wichtigen Dingen zu, eine ganze Welt, die es zu entdecken gilt. Also auf in unser Abenteuer!

Gameplay

Was uns an Story fehlt, gibt uns das Spiel an Gameplay zurück, denn es gibt viel zu tun in der Welt von Outbound, und alles, was wir machen, bringt uns ein kleines Stück voran. Bevor wir allerdings starten, müssen wir uns für eines von drei bzw. vier Fahrzeugen entscheiden, wobei der Schulbus ein DLC ist, das preislich auch vollkommen ok ist. All diese Fahrzeuge unterscheiden sich in Baufläche, Tragelast und Fahrverhalten. Zusätzlich können wir dann noch Nummernschild und Farben anpassen. Dann erstellen wir uns, nachdem wir uns für ein Fahrzeug entschieden haben, noch schnell einen Charakter und los geht’s.

Wir starten mit unserem kleinen Camper mit nicht viel mehr als einer kleinen Liege und etwas Platz, um etwas aufstellen zu können. Aber was wir da aufbauen können, wissen wir noch nicht, denn an den Funktürmen erhalten wir erst unsere Blaupausen für Möbel, Gebäudeteile und verschiedene Produktions- und Forschungsgeräte. Also machen wir uns erst einmal auf den Weg und unsere einzige Aufgabe ist es, die erste Sehenswürdigkeit zu erreichen. Doch schon kurz darauf werden wir von einer zerstörten Brücke aufgehalten. Die Reparatur benötigt Bretter, und leider haben wir diese noch nicht bei uns. Das Wissen, was wir dafür benötigen, wurde uns aber auf dem Weg schon bereitgestellt, und so sammeln wir Holz, Steine, Beeren und Gras um die Brücke zu reparieren und später unsere ersten Schränke herzustellen.

Auf den Schränken kann man dann viele Geräte platzieren, zum Beispiel eine kleine Säge, die wir benötigen, um aus unserem gesammelten Holz Bretter herzustellen. Damit wir bei der Rohstoffsuche nicht völlig verzweifeln, denn wir brauchen recht viele, bekommen wir Werkzeuge, um Rohstofflager abzubauen. Wir bekommen eine Axt für Baumstämme, eine Spitzhacke für Felsen und eine Sichel für Büsche. Haben wir dann unsere erste Aufgabe gemeistert, geht die Reise weiter. Das war aber bei weitem nicht das letzte Hindernis, und auch die Aufgabe variiert ein wenig, so müssen wir einmal eine Windmühle reparieren oder an speziellen Punkten drei Questgegenstände sammeln, um ein Terminal freizuschalten. All das bringt uns auf der Reise weiter.

Schon nach kurzer Zeit erhalten wir das wohl wichtigste Feature für unseren Wagen, den Dachbauplatz, und damit geht der Spaß erst richtig los. Wir können jetzt mit Böden, Dächern und Fenstern ein kleines Haus auf unser Auto zimmern, das immer dann erscheint, wenn wir unser Lager aufschlagen. Packen wir dann zusammen, landet unser Haus auf magische Weise in unserer kleinen Dachbox. Wer würde sich das nicht für sein Auto wünschen, aber Vorsicht, der Platz und die Tragelast sind begrenzt. Um dieses Problem zu beheben, brauchen wir eine Forschungsstation, an der wir Verbesserungen für unser Fahrzeug erforschen können. Dort können wir auch den Elektromotor und die Batterie für unser Fahrzeug verbessern, was im Verlauf der Reise noch wichtig wird. Den Strom für unser kleines Fahrzeug gewinnen wir übrigens, indem wir Holz oder auch Sträucher in Energie umwandeln, jedenfalls zu Beginn, denn schon bald finden wir die Blaupausen, um Solaranlagen und Windräder zu bauen. Dann stellen wir nur kurz unser Lager auf, und während wir die Umgebung erkunden, lädt das Fahrzeug nebenbei auf.

Haben wir dann alle Sehenswürdigkeiten besucht, fällt uns auf, dass wir das Gebiet verlassen können, und so geht die Reise in das nächste Gebiet weiter, und wir verlassen ein Biom mit Bergen Tälern und einem weitläufigen Feld, tauschen das alles ein und erreichen die Küste, um uns weiteren Aufgaben zu stellen. Doch das ist nicht alles, denn ab hier kann uns ein Partner auf vier Pfoten begleiten, wenn wir es wünschen. Vielmehr möchte ich noch nicht verraten, außer dass wir vier Zonen insgesamt besuchen können, bis jetzt, denn an dem Spiel, auch wenn es nicht mehr im Early Access ist, wird noch kräftig gearbeitet. Das verrät uns die Roadmap.

Wer sich übrigens nicht allein auf die Reise begeben möchte, kann dies mit bis zu drei Freunden angehen, um vielleicht noch schneller einen Palast zu erreichen oder einfach nur, um die Gesellschaft zu genießen, denn es reist sich bekanntlich besser, wenn man nicht alleine ist.

Grafik und Sound

Die Grafik ist neben dem Fahrzeug, das wohl wichtigste Spielelement in Outbound, denn wer erkundet schon gerne eine hässliche Umgebung, und so hat der Entwickler mit der Unity Engine zauberhafte Umgebungen geschaffen, die durch den Stil schon fast wirken, wie ein kleines Gemälde. Dieser Eindruck wird durch den Stil aber auch durch das Spiel mit Licht und Schatten verstärkt.

Was natürlich bei einer entspannten Reise auch nicht zu vernachlässigen ist , ist  die Musik, und so hat Square Glade Games ein paar der chilligsten Stücke, die die Musik hervorbringen kann, in ihr Spiel gepackt. Diese kann man sich übrigens auch als Soundtrack kaufen. Neben der Musik gibt es sogar noch eine Sprachausgabe, die aber eher eine Nebenrolle spielt.

Fazit

Mir wurde versprochen, dass ich ein gemütliches Aufbau- und Erkundungsspiel bekomme, und nach dem ich jetzt mehrere Stunden gespielt habe, kann ich sagen, dass ich genau das bekommen habe. Sicherlich, es gibt viel zu tun, die Quests leiten uns voran, und wir können kleine Zwerge finden und hin und wieder einen Steinhaufen komplettieren, aber vieles ist kein Muss, und das Sammeln von Blaupausen so wie Material zum Bauen passiert beim Erkunden schon fast automatisch. Zusätzlich muss ich es dem Entwickler zugutehalten, dass er noch weiter an dem Spiel arbeitet und noch viele Verbesserungen bringen möchte. Alles in allem ein lohnendes Komplettpaket, wenn man was gemütliches sucht.

+ schöne Grafik und Landschaften
+ Mehrspieler
+ schöne Musik
+ gemütliches Gameplay
+ Haustier

Mir ist nichts negatives im Spiel aufgefallen.

Bis zum nächsten Mal
L. Geufke aka Pendrago

 


English Version

These days, many games try to slow things down a bit, and Outbound from indie studio Square Glade Games is no exception. They made their debut back in 2023 with Above Snakes, but Outbound is a completely different experience. I’ve now had the chance to play it for a few hours, but I’ve only just scratched the surface of what it has to offer.

Story

The story behind Outbound is a short one. Haven’t we all felt at some point that we’re walking exactly the same path over and over again, especially these days?  So, we simply hop into our little camper van and leave the hustle and bustle of the city behind us, for good. We watch as it gets smaller and smaller in our rear-view mirror and turn our attention to the things that really matter: a whole world waiting to be discovered. So, let’s set off on our adventure!

Gameplay

What the story lacks, the gameplay makes up for, as there’s plenty to do in the world of Outbound and everything, we do takes us a little further along. Before we start, however, we have to choose one of three, or rather four, vehicles, with the school bus being a DLC, which is perfectly reasonable in terms of price. All these vehicles differ in terms of load area, load capacity and handling. We can also customise the number plate and colours. Then, once we’ve chosen a vehicle, we quickly create a character and off we go.

We set off in our little camper van with little more than a small bed and just enough space to set something up. But we don’t yet know what we’ll be able to build, as we only receive our blueprints for furniture, building components and various production and research equipment once we reach radio towers. So, we set off, and our only task is to reach the first landmark, but we are soon held up by a destroyed bridge the repairs require planks, and unfortunately, we don’t have any with us yet. However, the knowledge we need for this has already been provided to us along the way, and so we gather wood, stones, berries and grass to repair the bridge and, later on, to make our first cupboards.

You can then place lots of tools on the cupboards, such as a small saw, which we need to craft planks from the wood we’ve gathered. To stop us getting completely overwhelmed whilst searching for resources as we need quite a lot of them, we’re given tools to mine resource deposits. We are given an axe for tree trunks, a pickaxe for rocks and a sickle for bushes. Once we have mastered our first task, the journey continues. But that was by no means the last obstacle, and the tasks vary slightly too; for instance, we have to repair a windmill or collect three quest items at specific locations to unlock a terminal, all of which helps us progress on our journey.

After just a short while, we receive what is arguably the most important feature for our car: the roof construction site. And that’s when the fun really begins. We can now build a small house on top of our car using floors, roofs and windows; it appears whenever we set up camp, and when we pack up, our house magically ends up in our little roof box. Who wouldn’t want that for a car? But be careful: space and load capacity are limited. To solve this problem, we need a research station where we can develop upgrades for our vehicle. There, we can also improve the electric motor and battery for our vehicle, which will become important as the journey progresses. Incidentally, we generate the electricity for our little vehicle by converting wood or shrubs into energy, at least to begin with, because we’ll soon find the blueprints to build solar panels and wind turbines then we’ll just set up camp briefly whilst we explore the surroundings, and the vehicle will charge itself in the meantime.

Once we’ve visited all the sights, we realise we can leave the area, and so the journey continues into the next region we leave behind a biome of mountains, valleys and vast fields, swap all that for something new, and reach the coast to take on further challenges. But that’s not all, because from here on, a four-legged companion can join us if we wish. I don’t want to give away any more just yet, except to say that we can visit four zones in total so far, as the game even though it’s no longer in Early Access is still undergoing intensive development. That’s what the roadmap tells us.

By the way, if you don’t want to set off on your journey alone, you can team up with up to three friends to reach the palace even faster or simply to enjoy the company, because, as we all know, travelling is more fun when you’re not on your own.

Graphics and Sound

Alongside the vehicle, the graphics are arguably the most important element of Outbound, because who wants to explore an unattractive environment? The developer has therefore used the Unity Engine to create enchanting environments whose style makes them look almost like little paintings. This impression is enhanced not only by the style but also by the interplay of light and shadow.


Of course, when it comes to a relaxing journey, music is also something that shouldn’t be overlooked, and so Square Glade Games has included some of the most chilled-out tracks imaginable in their game. You can actually buy these as a soundtrack, by the way. As well as the music, there’s even voice acting, though this plays a rather minor role.

Conclusion

I was promised a laid-back building and exploration game, and having now played for several hours, I can say that’s exactly what I’ve got. Sure, there’s plenty to do, the quests guide us along, and we can find little dwarves and complete a stone pile every now and then, but much of it isn’t essential, and collecting blueprints and building materials happens almost automatically as you explore. I must also give credit to the developer for continuing to work on the game and planning to introduce many more improvements. All in all, a worthwhile complete package if you’re looking for something relaxing.

+ beautiful graphics and landscapes
+ multiplayer
+ lovely music
+ relaxing gameplay
+ pet

I haven’t noticed anything negative about the game.

Until next time
L. Geufke aka Pendrago


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