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Die Dreamhack ist zwar schon ein wenig her, doch ich habe immer noch einen Stapel Visitenkarten und vor allem eine Menge Eindrücke, die ich gesammelt habe. So hatte ich mir an der Indie Both Arena wieder viel Zeit genommen, um mit verschiedenen Entwicklern eine teilweise ausgedehntere Unterhaltung zu führen. Florian Haase war einer davon. Er war vor Ort, um sein Spiel „Me – A Tale of Paws and Leaves“ vorzustellen, das er im Grunde allein entwickelt, mit Hilfe von Clement Panchout (Komponist/Musiker) und Erik Münch (3D Artist).

Me ist ein Herzensprojekt, das vor allem aus einem Grund entstanden ist: Es sollte einen Weg finden, sich in einer alternativen Weise mit schwierigen Themen auseinanderzusetzen. Im Fall von Me geht es um den Tod, denn schon kurz nach dem Start ist für den Fuchs, unsere Hauptfigur, alles zu Ende. Aber dies ist dann auch gleichzeitig der Beginn seiner Geschichte.

Mit dem Ende starten wir in den Anfang, sozusagen, und reisen zurück zu Schlüsselereignissen, die das Leben unseres kleinen Fuchses geprägt haben. Wir dürfen zum Beispiel miterleben, wie wir Ami getroffen haben, den immer fröhlich quasselnden Schmetterling, der uns seit diesem Tag überallhin begleitet hatte. Oder den Tag, als uns das erste Mal unsere große Liebe begegnet ist. Aber auch Erinnerungen voller Furcht stellen wir uns, wie das große Feuer, das das Leben im Wald bedrohte. Um Hindernisse überwinden zu können, haben wir die Macht verliehen bekommen, die Jahreszeiten zu ändern. Im Sommer ist alles Grün und voller Leben und im Winter liegt der Schnee in hohen Wehen. Das ist wiederum so manches Mal die Lösung, um Hindernisse zu überwinden. Baumstämme, die im Sommer eine unüberwindbare Mauer bilden, haben im Winter eine sachte Schneerampe und sind kein Problem mehr.

Der Grafikstil sowie auch die Musik von Me – A Tale of Paws and Leaves ist  für die Indie-Szene typisch. Die Umgebung wirkt fast wie gezeichnet und glänzt mehr durch Eigenwilligkeit als durch übertrieben reale Darstellung. Ebenso ist die Musik schlicht, mit wenigen Instrumenten und direkt auf das Spiel zugeschnitten.

Bereits 2017 hatte Florian Haase mit der Entwicklung von Me begonnen und ist sich bei weitem nicht sicher, wann er es schaffen wird, das Projekt fertigzustellen, da er nur in Teilzeit an dem Projekt arbeiten kann. Es kann also noch ein wenig dauern, bis das fertige Spiel erscheint.

Bis nächsten Sonntag
Pendrago


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