Review: Outbound

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Review: Sintopia

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    Samstag, 02. Mai 2026 22:36

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Hallo zu den News und Willkommen auf Evolution of Silence. Heute mal wieder ein Review, es wird vermutlich aber nicht zur Regel. Es wurde zwar schon am 27. Februar veröffentlicht, wir mussten aber extra für diesen und kommende Titel aufrüsten, und zwar mit einer Oculus Rift, um auch VR-Titel in unseren Neuigkeiten anbieten zu können. Moss ist das erste Spiel, das Polyarc auf den Markt gebracht hat, und sie sind damit gleichzeitig ein großes Risiko eingegangen, denn sie haben sich für die Entwicklung eines VR-Titels entschieden, zu einer Zeit, wo die Flamme zwar brennt, doch das Feuer noch nicht lodert. Aber das ambitionierte Projekt hat einiges zu bieten.

oss startet unerwartet vor einem Buch und das nicht ohne Grund, denn die Geschichte, die wir erleben werden, liegt so gesehen genau vor uns.  So beginnt unsere Reise, indem wir ein Buch aufschlagen. Mit dem Umblättern der Seiten erklärt uns die Erzählerin, wie Kriege die Welt bedrohten und mächtige Relikte die Ziele dieser Kämpfe waren. Doch sie gingen verloren und die Zeit verstrich. Aber noch immer sind böse Kreaturen auf der Suche nach ihnen. So erreichen wir den Start unserer Geschichte und sehen uns das erste Mal Quill gegenüber. Definitiv mehr als eine normale Maus, denn sie läuft auf ihren Hinterpfoten und sie ist darüberhinaus noch mit einem Schwert bewaffnet. Kurz nachdem sie das Bruchstück des Glasreliktes entdeckt hat, wird sie unser gewahr, denn wir sind am Anfang nicht mehr als ein Geist, doch sie hat keine Angst. Kurz darauf macht sich Quill auf den Weg zu ihrem Großvater und wir begleiten sie. Angekommen, berichtet die kleine Maus von ihrem Fund, woraufhin ihren Opa die Furcht ergreift, da das Relikt Gefahr bedeutet. Er macht sich kurz darauf auf den Weg, das Unheil abzuwenden. Doch kurze Zeit später erreicht uns die Nachricht, dass er gefangen genommen wurde. Da hält Quill nichts mehr und folgt ihrem Großvater.

Wir begleiten natürlich die kleine Maus weiter durch die Geschichte, die in mehrere Kapitel unterteilt ist. Zwischen den Kapiteln sitzen wir immer wieder in der Bibliothek vom Anfang und bekommen den Fortlauf der Story in Zeichnungen erzählt. Animationen sind zwar spärlich, aber mehr ist gar nicht notwendig. Immer wieder werden auch wir angesprochen und erkennen unseren Platz, da die Wesen des Buches uns als Leser bezeichnen. Ein wenig hat man das Gefühl, als stecke man in einer „Unendlichen Geschichte“. Nach und nach blättern wir die Seiten in den Zwischensequenzen um, bis wir wieder ins Spiel gezogen werden.

In den Leveln müssen wir dann unsere Multitaskingfähigkeiten unter Beweis stellen. Am Anfang steuern wir nur Quill mit dem Analogstick und dem A- bzw. B-Knopf. Doch schnell kommen dann die Controller zum Tragen, die im Spiel von zwei schwebenden Lichtern repräsentiert werden. Mit diesen üben wir Kontrolle über bestimmte Elemente in der Welt aus. So ziehen wir Tore auf oder bewegen riesige Metallklötze. Wir treffen auf kleine Rätsel, die wir lösen müssen, um weiterzukommen. Wenn noch Gegner ins Spiel kommen, stößt man ein wenig an seine Grenzen, doch Polyarc gibt uns die Möglichkeit, Feinde zu manipulieren und sogar mit dem zweiten Analogstick zu kontrollieren. Mit den Controllern der Rift gab es trotz all der Funktionen keine Probleme. Laut Rezensionen in Steam sah das angeblich mit der HTC anders aus. Dazu kann ich wenig sagen, da ich es nur mit der Rift testen konnte.

Die Welt, in der wir uns bewegen, ist von Polyarc extra für die VR-Umgebung entworfen worden. Wir starten das Spiel sitzend vor dem Buch und erhalten dann Zugang zu den Leveln. Verschiedene Ebenen verlangen es dann immer wieder, dass wir uns hinstellen und uns umsehen, um die versteckten Geheimnisse zu finden oder den Kniff zu sehen, um den Abschnitt zu beenden. Immer wieder auftauchende Anfragen auf eine Non-VR-Umsetzung mussten negiert werden, da seine spezielle Art dies unmöglich macht, weil sonst ein dritter Analogstick für die Kamera benötigt werden würde und deswegen stößt man dann doch an die Grenzen der Handhabung.

Der Gamesound ist hingegen eher Standard. Das Scheppern der Waffen und der mechanischen Gegner klingt zwar durchaus in Ordnung, ist aber im Grunde nichts besonderes. Das steht ganz im Gegensatz zu großartigen Musik, die das Spiel zu bieten hat. Gleichzeitig sollte man unter dem Punkt „Ton“ noch die Erzählerstimme mit betrachten, die uns die gesamte Story über begleitet. Sicherlich kann es einem merkwürdig erscheinen, dass die Stimme alle Figuren übernimmt, doch das hat den Charme einer Gute-Nacht-Geschichte und verleiht Moss Persönlichkeit.

Somit bleibt mir eigentlich jetzt nur noch ein Fazit zu ziehen. Das Spiel ist mit seinen 3 bis 4 Stunden keine lange Geschichte und der Preis von ca. 25 Euro erscheinen einem auf den ersten Blick vielleicht zu hoch, doch da täuscht man sich. Ich könnte jetzt ausholen und von Absatzmärkten schwadronieren, aber das hat Moss gar nicht nötig. Die liebevoll gestalteten Level und der wohl überdachte Einsatz der Möglichkeiten der VR-Technik alleine sind schon den Preis wert. Dazu kommt noch der ganze Charme der Figuren und der liebevoll vorgetragenen Geschichte durch die Erzählerin. Leider bleibt das Ende offen, denn nach dem Endkampf erfahren wir, dass es nur das erste Buch der Reise ist, die wir begonnen haben, und ich bin schon gespannt darauf, wie es mit Quill und ihrem Großvater weitergeht.

Bis zum nächsten Sonntag
Pendrago


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